Beiträge von Don Rizo

1. Mai – Nazifrei! ???

Tja 1. Mai – Nazifrei, das wünschen wir uns (wie an jedem anderem Tag auch), jedoch wird das nicht von allein geschehen, wir werden dafür etwas tun müssen.
Der erste Mai ist auch als internationaler Kampftag der Arbeiterbewegung bekannt und hat für Linke seit langem Tradition, was auf die Massenstreiks am 1. Mai 1886 in den USA zurückgeht.
Aber auch für Nazis ist der erste Mai ein wichtiger Tag, wurde er doch 1933 von der NSDAP zum „Feiertag der nationalen Arbeit“ erklärt (am 2. Mai wurden die Gewerkschaften verboten).
So sind auch in diesem Jahr in vielen Städten Naziaufmärsche angemeldet, ein paar nicht allzu weit entfernte sollen hier benannt werden und natürlich zu Gegenaktivitäten ermuntert werden. In Dresden selbst sind keine Naziveranstaltungen angemeldet, jedoch wird sich auch hier auf eventuelle spontane Aktionen vorbereitet. Die nächstgelegenen Orte an denen große Naziaufmärsche angemeldet wurden, sind Berlin Erfurt und Schweinfurt.
In Berlin versuchen Nazis eigentlich jedes Jahr den ersten Mai für sich zu nutzen, dieses Jahr unter dem Motto „Unserem Volk eine Zukunft. Den bestehenden Verhältnissen den Kampf ansagen – Nationaler Sozialismus jetzt!“. Dagegen will das breites Bündnis „1. Mai Nazifrei“ durch Aktionen des zivilen Ungehorsams aktiv werden, es erklärt sich aber mit allen solidarisch die den Naziaufmarsch verhindern wollen. Außerdem gibt es ein Antifa-Bündnis welches gegen den Aufmarsch aktiv werden will. Wer nach den Blockaden noch fit ist kann zur revolutionären 1. Mai Demo „Die Krise beenden: Kapitalismus abschaffen“.
Schon 2007 versuchten sich Nazis mit einer Demo in Erfurt, kamen jedoch aufgrund von Menschen- und Materialblockaden nicht vom Bahnhof weg. Dieses Jahr wollen sie es wieder versuchen, unter dem Motto „Arbeit statt Abwanderung“. Dagegen wird es Aktionen zweier Gruppen geben, zum einen hat sich ein zivilgesellschaftliches Bündnis gebildet und zum anderen ruft die Antifa AG17 unter dem Motto „Hauptsache’s knallt“ zu Gegenaktivitäten auf.
In Schweinfurt werden sich die Nazis mit einer Demo unter dem Motto „Kapitalismus bedeutet Krieg“ versuchen. Dagegen wird das Bündnis Schweinfurt ist bunt auf die Straße gehen und bei einer vom DGB angemeldeten Demo wird es einen antikapitalistischer Block mit eigenem Lauti und dem Ziel den Naziaufmarsch zu verhindern geben.
Es gibt also viel zu tun um den 1. Mai nazifrei zu halten und ein kleiner politischer Maiausflug lohnt sich sicher.

Gedenkkundgebung und Antirademo am 6. April

Am 6. April 1991 starb der in Dresden lebende Mosambikaner Jorge Gomondai an Verletzungen, die er bei einem rassistischen Angriff erlitten hatte. Aus diesem Anlass wird es am diesjährigen 6. April zwei Veranstaltungen geben. Um 17 Uhr veranstaltet der Ausländerrat eine Gedenkstunde am Gomondai-Gedenkstein (am Jorge Gomandai Platz beim Albertplatz) mit Reden und afrikanischer Musik. Danach, gegen 18 uhr, ruft der AK Antifa zur Demo unter dem Motto: „Rassismus ist immer noch tödlich: Von Jorge bis Marwa – jetzt ist Schluss!“ auf. Aufruf und weitere Infos

Massenblockaden erfolgreich

Wir haben es geschafft den größten Naziaufmarsch Europas zu verhindern, das erste Mal den „Trauermarsch“ zu verhindern. Und das trotz massiven Einschüchterungsversuchen und Kriminalisierung im Vorfeld. Noch in der Nacht zum 13. wurden alle Kundgebungen auf Neustädter Seite verboten. Davon unbeeindruckt sammelten sich die Blockierer schon ab 9 am Albertplatz, wo es gelang eine Spontankundgebung anzumelden. Auch die anderen verbotenen Blockadepunkte wurden schnell besetzt, obwohl Menschen die von der anderen Elbseite kamen von den Cops behindert und oft zurückgeschickt werden. Trotz all diesen Steinen die uns in den Weg gelegt wurden konnten alle vorher geplanten Blockadepunkte problemlos gehalten werden, nur an der Schauburg gab es häufig Stress, teils durch Nazis teils durch Faschos.
Das Konzept der Massenblockaden ist aufgegangen, die Zusammenarbeit von antifaschistischen Kräften und dem fortschrittlichen Teil der Zivilgesellschaft erwies sich als sehr konstruktiv. Noch vor wenigen Tagen hat kaum jemand zu hoffen gewagt, dass der Aufmarsch tatsächlich schon dieses Jahr verhindert werden könnte. Dies ist ein Grund zum feiern, was in der vergangenen Nacht auch ausgiebig getan wurde. Jedoch sollten wir uns nicht auf unserem Erfolg ausruhen, wir sollten bei der ganzen Feierei nicht vergessen, dass trotzdem Naziübergriffe stattfanden, dass Leute von uns verletzt wurden oder in Gewahrsam genommen wurden, dass tausende Nazis es geschafft haben zum Schlesischen Platz zu gelangen. Das machen wir nächstes Jahr besser.
In den „Qualitätsmedien“ ist viel über die Menschenkette und über Krawall zu lesen, die Tatsache das an verschiedenen Punkten jeweils mehrere Tausend Menschen über viele Stunden hinweg sich friedlich breit gemacht haben und dadurch den Weg für die Nazis versperrten, bleibt meist unbeachtet oder nur am Rande erwähnt. Es ist schade, dass die meisten Medien dem keine Beachtung schenken.
Eine gute Zusammenfassung der Blockadeaktionen ist auf Indymedia zu lesen.

Naziaufmarsch verhindert!!!

Year es hat geklappt. Mehr als 10.000 Menschen haben durch Blockaden erreicht, dass die Nazis nicht marschieren konnten, sondern sich am schlesischen Platz stundenlang den Arsch abgefrohren haben.
Danke

Letzte Vorbereitungen

Update: Morgen 9 Uhr Albertplatz für alle die schon in Dresden sind. Die Nazidemo wird wahrscheinlich durch Pischen gehen.

Die Option Neustadt ist nun so gut wie sicher, am Vormittag wurden dort schon Absperrzäune abgeladen.

Morgen und heut Abend könnt ihr aktuelle Infos auf folgenden Wegen bekommen:
Twitter: http://twitter.com/13februar
WAP-Ticker: http://ticker.hopto.org
Infotelefon: 01801/0121323585 (Ortstarif)
Radio: ColoRadio sendet heut Abend und morgen ab 12 Uhr auf 98,4 und 99,3 Mhz (oder im Livestream)
Wenn ihr selber Interessantes beobachtet könnt ihr das dem Infotelefon und/oder ColoRadio (0351/32054711) melden, die geben die Infos dann gegebenenfalls weiter.
EA: 0351/89960456
EA bedeutet Ermittlungausschuss, dieser ist nicht dazu da um euch zu informieren, sondern um sich um Leute zu kümmern die in Gewahrsam oder festgenommen wurden.
Zur rechtlichen Situation auf Demos lest euch am besten nochmal die „Was tun wenn’s brennt?“ Broschüre der Roten Hilfe durch, besser vorher als nachher.