Massenblockaden erfolgreich

Wir haben es geschafft den größten Naziaufmarsch Europas zu verhindern, das erste Mal den „Trauermarsch“ zu verhindern. Und das trotz massiven Einschüchterungsversuchen und Kriminalisierung im Vorfeld. Noch in der Nacht zum 13. wurden alle Kundgebungen auf Neustädter Seite verboten. Davon unbeeindruckt sammelten sich die Blockierer schon ab 9 am Albertplatz, wo es gelang eine Spontankundgebung anzumelden. Auch die anderen verbotenen Blockadepunkte wurden schnell besetzt, obwohl Menschen die von der anderen Elbseite kamen von den Cops behindert und oft zurückgeschickt werden. Trotz all diesen Steinen die uns in den Weg gelegt wurden konnten alle vorher geplanten Blockadepunkte problemlos gehalten werden, nur an der Schauburg gab es häufig Stress, teils durch Nazis teils durch Faschos.
Das Konzept der Massenblockaden ist aufgegangen, die Zusammenarbeit von antifaschistischen Kräften und dem fortschrittlichen Teil der Zivilgesellschaft erwies sich als sehr konstruktiv. Noch vor wenigen Tagen hat kaum jemand zu hoffen gewagt, dass der Aufmarsch tatsächlich schon dieses Jahr verhindert werden könnte. Dies ist ein Grund zum feiern, was in der vergangenen Nacht auch ausgiebig getan wurde. Jedoch sollten wir uns nicht auf unserem Erfolg ausruhen, wir sollten bei der ganzen Feierei nicht vergessen, dass trotzdem Naziübergriffe stattfanden, dass Leute von uns verletzt wurden oder in Gewahrsam genommen wurden, dass tausende Nazis es geschafft haben zum Schlesischen Platz zu gelangen. Das machen wir nächstes Jahr besser.
In den „Qualitätsmedien“ ist viel über die Menschenkette und über Krawall zu lesen, die Tatsache das an verschiedenen Punkten jeweils mehrere Tausend Menschen über viele Stunden hinweg sich friedlich breit gemacht haben und dadurch den Weg für die Nazis versperrten, bleibt meist unbeachtet oder nur am Rande erwähnt. Es ist schade, dass die meisten Medien dem keine Beachtung schenken.
Eine gute Zusammenfassung der Blockadeaktionen ist auf Indymedia zu lesen.